HomeRestaurantJobsSo finden Sie unsKontaktGeschichte
 


Hier erfahren Sie einiges aus der Vergangenheit des Gemeindehauses.


In Wilchingen muss bereits im 14. Jahrhundert eine sogenannte Taverne existiert haben. In das Licht der Geschichte trat diese dann am 25. Mai 1436. Damals erwarb nämlich die "gebursami"des Dorfes Wilchingen vom Ehepaar Hans Rudolf von Tettingen und Margaretha von Randenburg die Taverne um 26 Rheinische Gulden. Damit begann eine bald sechshundertjährige Tradition, wie sie ähnlich auch andere Klettgauer Gemeinden kennen.

Die Taverne oder das Gemeindehaus durfte nicht nur Gäste beherbergen, sondern wurde zum Mittelpunkt des dörflichen Lebens. Hier im Saal fanden nicht nur Hochzeiten und Leidmahle, sondern bis 1938 auch die Gemeindeversammlung statt. Eine Verwaltung im heutigen Sinn war darin allerdings mit Ausnahme des Gerichtszimmers (als Vorläufer des Gemeinderatszimmers) nie untergebracht. Das Haus diente in der Weinbaugemeinde auch Repräsentationsaufgaben, weshalb dem Pächter oder Stubenwirt, wie er auch genannt wurde, die Qualität des ausgeschenkten Weines besonders ans Herzen gelegt wurde.

Im Jahre 1717 bewilligte der Rat zu Schaffhausen einer ehemaligen Stubenwirtin eine zweite Taverne. Diese Verletzung ihres alten Rechtes erboste die Wilchinger derart, dass sie in der Folge dem Rat die Verteidigung verweigerten und im benachbarten Ausland Hilfe und Unterschlupf suchten. Sie sandten in der Folge sogar eine Delegation an den Kaiserhof in Wien. Das Dorf wurde von Schaffhausen militärisch besetzt und spaltete sich in zwei Lager. Aber erst der Entzug der Unterstützung durch den Kaiserhof zwang die rebellischen Wilchinger wieder unter die Herrschaft der Stadt Schaffhausen. Es war die schlimmst Zeit in der Geschichte  von Wilchingen.1822 musste das baufällig gewordene Haus einem Neubau weichen, der durch Renovationen 1955 und 2007 wieder den neuen Ansprüchen angepasst wurde. Vor kurzer Zeit entschied sich die Gemeindeversammlung auch dafür, das traditionsreiche Haus weiterhin im Eigentum der Gemeinde zu behalten.

Urheberrecht: Hans Ritzmann, Wilchingen

Geschichte als Download 


 
Top